Die Stadt Solingen
- Wat, woher kommst Du denn?
- Ich komme aus Solingen.
- Solingen? Ach ja, das liegt doch im "Ruhrpott"!?
Also wir glauben, daß wir da einiges klarstellen müssen, denn Solingen
liegt im Herzen des Bergischen Landes, dem Rudolf Hartkopf (1859 - 1944)
solche schmeichelnden Zeilen gewidmet hat:
'Wo die Wälder noch rauschen, die Nachtigall singt,
die Berge hoch ragen, der Amboß erklingt,
wo die Quelle noch rinnet aus moosigem Stein,
die Bächlein noch murmeln im blumigen Hain,
wo im Schatten der Eiche die Wiege mir stand:
Da ist meine Heimat, mein Bergisches Land!'
Man darf sich Solingen jedoch nicht nur als großes Waldbiotop mit
zwitschernden Vögelchen vorstellen, denn Solingen, welches mittlerweile
auf eine mehr als 625 Jahre lange Geschichte zurückblicken kann, wird
nicht umsonst auch die "Klingenstadt" genannt. Im 13.Jahundert begann
bereits eine Spezialisierung der Solinger Industrie auf die Produktion
und den Vertrieb von Schwertklingen und Messern. Und aufgrund dessen
gehört die bergische Klingenstadt zu den ältesten Industrieregionen
Deutschlands.
Heute ist Solingen eine kreisfreie Großstadt, die zum Regierungsbezirk
Düsseldorf gehört, und in der 163.867 Einwohner leben. Die Fläche
Solingens beträgt 89,4 km2 und setzt sich zusammen aus den Stadtteilen
Wald, Höscheid, Ohligs, Dorp (= Solingen-Mitte), Gräfrath und Burg.
Das im Nordwesten gelegene Wald ist der Heimatstadtteil unseres Stammes.
Durchzogen wird Wald unter anderem von der Weyerstraße, wo auch unsere
Kirche (kathol. Gemeinde St. Katharina) steht, und von der
Friedrich-Ebert-Straße.
Im Zentrum von Wald findet man viele kleine Geschäfte und im sogenannten
"Walder Schlauch" (=Fußgängerzone) kann man im Sommer gut einen
Eisbecher und im Winter, denn dann wird dort der "Walder Weihnachtsmarkt" ausgerichtet, einen Glühwein geniessen.
So, nun das ist ja alles schön und gut. Aber was kann man eigentlich
alles in Solingen unternehmen?
Zum einen kann man unter dem Motto "Think green" nach Herzenslust
wandern und die bergische Natur geniessen, wozu sich ganz besonders die
Wanderwege rund um die Sengbachtalsperre, die Ohligser Heide und
natürlich der gesamte Klingenpfad, der an den grünen Stadtgrenzen
Solingens entlang läuft, eignet.
Aber auch kulturell gibt es einiges zu sehen. Hier ist eine Auswahl an
Sehenswürdigkeiten , die Solingen zu bieten hat, aufgeführt:
- Schloß Burg war die ehemalige Residenz der Grafen und Herzöge von
Berg. Heute finden wir hier das Bergische Museum, das über das Leben und
die Wohnkultur der Ritter und Fürsten früherer Zeiten informiert.
Ansonsten kann man hier eine Fahrt mit der Drahtseilbahn geniessen, und
eine typische "Bergische Kaffeetafel" gehört natürlich auch dazu.
- Die weltbekannte Müngstener Brücke, welche auch die höchste
Eisenbahnbrücke Deutschlands ist, überspannt in luftiger Höhe von 107
Meter das Tal der Wupper.
- "Wipperkotten" und "Balkhauser Kotten" sind alte Schleiferbetriebe,
die restauriert worden sind und nun besichtigt werden können.
- Der Stadtteil Gräfrath hat sich in seinem Kern noch das alte Bild
eines bergischen Kleinstädtchen mit kleinen verschieferten Häusern
bewahrt. Hier steht auch die ehemalige Klosterkirche, St. Marä
Empfängnis Himmelfahrt, die bekannt ist für ihre prächtige barocke
Ausstattung.
- Das Deutsche Klingenmuseum gibt uns einen Einblicke über die Vielfalt
von Blankwaffen, Bestecken und Schneidegeräte aller Zeiten und Völker.
- Das Rheinische Industriemuseum, eine alte Gesenkschmiede, zeigt heute
noch seinen Besuchern, wie Scherenrohlinge an Reimenfallhämmern
geschlagen werden.
- Der Solinger Tierpark "Fauna" bietet gerade für Kinder alle
Voraussetzungen für ein paar schöne Stunden.
- Zum Rumbummeln und Feilschen eignet sich ganz besonders der
Zöppkesmarkt - ein Kram- und Trödelmarkt im Zentrum Solingens, der immer
am 2.Wochenende im September stattfindet.
Also Solingen liegt nicht im "Ruhrpott" und ist eigentlich ein richtig
nettes Städtchen zum Wohlfühlen. Alles klar?!
Gut Pfad!
Sandra Kamp